Aktualisiert am 18. September 2026.
Die Säule 3a gehört zu den Bereichen der Schweizer Finanzplanung, in denen der Staat einen besonders greifbaren Anreiz zum langfristigen Sparen schafft. Der Steuervorteil bedeutet jedoch nicht, dass jedes 3a-Produkt attraktiv ist.
Zuerst kommt die Frage, ob und wie viel in die Säule 3a einbezahlt werden soll. Danach folgt die Anlagestrategie. Erst an dritter Stelle sollte darüber diskutiert werden, ob ein Anbieter 0,39% oder 0,43% kostet.
Was 2026 besonders macht
Arbeitnehmende mit Pensionskasse können 2026 bis zu CHF 7’258 in die Säule 3a einzahlen und steuerlich abziehen. Ohne Anschluss an eine zweite Säule sind grundsätzlich bis zu 20% des Erwerbseinkommens möglich, höchstens CHF 36’288.
Neu können ab 2026 unter bestimmten Bedingungen auch Beitragslücken ab 2025 nachträglich geschlossen werden. Zuerst muss der ordentliche Jahresbeitrag vollständig geleistet werden.
Vier besonders interessante Anbieter
| Anbieter | Aktuelle laufende Kosten | Hauptvorteil | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| finpension 3a | 0,39% + Fonds ca. 0–0,02% | Flexibilität, institutionelle Indexfonds | Mehr Entscheidungen |
| True Wealth 3a | 0% Verwaltung + ca. 0,12% Produktkosten | Sehr tiefe Kosten, Automatisierung | Weniger Detailsteuerung |
| VIAC 3a | Erste CHF 8’500 gratis, danach 0–0,44% | Starkes Gesamtpaket + Life Basic | Kosten je nach Strategie |
| frankly | 0,43% auf Wertschriften | Einfachheit / ZKB-Umfeld | Gewisse Produktkosten zusätzlich |
finpension: für Anleger, die Kontrolle möchten
finpension verlangt 0,39% Verwaltungsgebühr. Bei den Standardstrategien liegen die Fondskosten typischerweise nur bei etwa 0 bis 0,02%. Normale Transaktionsgebühren fallen nicht an.
Der entscheidende Vorteil ist für uns die Flexibilität. Wer seine Aktienquote und Portfoliozusammensetzung bewusst steuern möchte, erhält hier sehr viel Gestaltungsspielraum.
Deshalb bleibt finpension unsere bevorzugte fortgeschrittene 3a-Lösung.
True Wealth: ein ernsthafter neuer Preisführer
True Wealth erhebt für die Säule 3a derzeit 0% Verwaltungsgebühr. Für die globale Strategie werden durchschnittliche Produktkosten von ungefähr 0,12% ausgewiesen; Aktienquoten von bis zu 99% sind möglich.
0% Verwaltungsgebühr bedeutet nicht 0% Gesamtkosten. Trotzdem ist das Angebot preislich aussergewöhnlich attraktiv.
Für Anleger, die möglichst wenig konfigurieren und die Verwaltung automatisieren möchten, ist True Wealth inzwischen eine sehr starke Alternative.
VIAC: weiterhin ein hervorragender Allrounder
Bei VIAC werden derzeit die ersten CHF 8’500 kostenlos investiert. Danach liegen die ausgewiesenen Gesamtkosten je nach Strategie zwischen 0 und 0,44%, inklusive Produktkosten. Eine Life-Basic-Deckung bei Tod oder Invalidität ist integriert.
Das macht VIAC insbesondere bei kleineren Guthaben und für Nutzer attraktiv, die ein umfassendes Vorsorgeprodukt wünschen.
frankly: Einfachheit im ZKB-Ökosystem
frankly verlangt derzeit eine All-in-Fee von 0,43% auf den investierten Wertschriftenbestand. Darin sind unter anderem Verwaltung, Depot und Transaktionen enthalten, während gewisse direkt im Anlageprodukt anfallende Kosten ausgenommen sind.
frankly muss deshalb nicht zwingend beim letzten Basispunkt gewinnen. Sein Wert liegt vor allem in einer unkomplizierten Lösung im Umfeld der Zürcher Kantonalbank.
Guidefinances-Fazit
Für Flexibilität und Kontrolle bleibt finpension unsere Präferenz.
Für sehr tiefe laufende Kosten bei hoher Automatisierung ist True Wealth inzwischen ein erstklassiger Konkurrent.
VIAC bleibt ein ausgesprochen starker Allrounder. frankly eignet sich besonders für Nutzer, denen Einfachheit und ein klassisches Schweizer Bankenumfeld wichtig sind.
Bei diesen geringen Kostenunterschieden werden Asset Allocation, regelmässiges Einzahlen und langfristige Disziplin wichtiger als die Jagd nach dem letzten Basispunkt.
Gesetzliche Limiten und Tarife geprüft am 18. September 2026.